Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Ehrenkirchen-Kirchhofen Ehrenkirchen-Kirchhofen
Die Wallfahrtskirche liegt im Zentrum von Kirchhofen. Erster Hinweis auf die Marienwallfahrt gibt die 1397 erwähnte Liebfrauenbruderschaft, die das ganze 15. Jahrhundert hindurch tätig ist und später als Rosenkranzbruderschaft erscheint. Die jetzige Wallfahrtskirche wurde 1409 als Bruchsteinbauwerk im gotischen Stil erbaut. Am 18. Juni 1633 wurden 300 Bauern aus Kirchhofen, Ehrenstetten und Pfaffenweiler als Rebellen niedergemetzelt und der Ort und die Pfarrkirche niedergebrannt. Ab 1646 hatte sie wieder ein Dach und diente als Gottesdienstraum. Ab 1740 wurde sie in barockem Stil ausgebaut durch verschiedene Künstler.
Die Pfarrkirche verfügt insgesamt über sieben Glocken.
Für den liturgischen Gebrauch wird das sechsstimmige Grundgeläut eingesetzt. Die Glocken 1, 5 und 6 wurden in den fünfziger Jahren von der Heidelberger Glockengießerei Schilling gefertigt, die Glocken 2, 3 und 4 der Firma Grüninger direkt nach dem Krieg im Jahr 1949. Die kleinste, von Hand zu läutende Glocke (Totenglocke) wurde im 18. Jahrhundert von der Gießerei Gapp gefertigt und stammt aus der früheren Michaelskapelle.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1955 | Bronze | 1362 | 1732 | d’-8 |
| 2 | Benjamin Grüninger | 1949 | Bronze |
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| f’-4 |
| 3 | Benjamin Grüninger | 1949 | Bronze |
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| g’-5 |
| 4 | Benjamin Grüninger | 1949 | Bronze |
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| b’-4 |
| 5 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1955 | Bronze | 773 | 302 | c’’-7 |
| 6 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1955 | Bronze | 692 | 217 | d’’-8 |
| 7 | Iohan Georg Gapp, Freiburg | 1723 | Bronze | 500 |
| g’’+2 |
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Glocke 5
Glocke 6
Sextett
Glocke 7 "Totenglocke"