Kath. Pfarrkirche St. Mauritius in Vogtsburg-Oberbergen Vogtsburg i. K.
Bereits im Jahr 1139 wird in „Berghen" eine Kirche mit dem Patronat des heiligen Mauritius als Filiale von Bischoffingen urkundlich erwähnt. Der untere Teil des Turmes der heutigen Pfarrkirche St. Mauritius in Oberbergen weist auf den zweiten Vorgängerbau, eine gotische Chorturmkirche, hin, für die 1497 das heute wieder benützte Sakramentshäuschen geschaffen wurde. Das dritte, jetzige Kirchengebäude entstand 1812 neben dem alten Chorturm auf dem Gelände des damaligen Friedhofs.
Neuer Mittelpunkt des Gemeinderaums im vorderen Drittel des alten Kirchenschiffs ist der quadratische Altar als Tisch für die Eucharistie. Bildhauer Wolfgang Eckert aus Furtwangen hat ihn zusammen mit einem ähnlich gestalteten Ambo aus Aubergmarmor und einem Lebensbaum an der Altarraumrückwand geschaffen.
In dem seitlich an den Chorraum der Pfarrkirche angestellten, massiven Glockenturm hängen in einem Stahlglockenstuhl die vier im Jahr 1968 von der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossenen Glocken.
In der zweiten Turmetage befindet sich ein stillgelegtes, altes, mechanisches Räderuhrwerk. Der Hersteller ist: „Diener Hermanos Sucs. S. en C.“ aus Mexiko, La Perla. In den Uhrenschlag sind alle vier Glocken integriert. Die Glocken 2, 3 und 4 übernehmen den Viertelstundenschlag, die große Glocke 1 den Stundenschlag. Der Turm verfügt auf Höhe der Glockenstube auf allen vier Seiten über Uhrenzifferblätter.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1968 | Bronze | 1302 | 1544 | es’+4 |
| 2 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1968 | Bronze | 1153 | 1063 | f’+4 |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1968 | Bronze | 1021 | 731 | g’+2 |
| 4 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1968 | Bronze | 925 | 562 | b’+4 |