Die Filialkirche St. Michael in Niederrotweil verfügt über ein ursprünglich zweistimmiges (historisches) Geläut. Im Zusammenhang mit den Sanierungsmaßnahmen wurde die seitherig in der offenen Turmlaterne hängende Glocke in den Glockenstuhl eingebaut.
In einem seitlich an den Chorraum der historischen Pfarrkirche gestellten, mittelalterlichen Glockenturm hängen die Glocken in einem historischen Holzglockenstuhl.
Der Turm ist auf zwei Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. Auf einem der Turmzwischengeschosse stehen noch Reste eines alten mechanischen Uhrwerks. Die große Glocke 1 ist in den Uhrenschlag integriert. Sie tätigt sowohl den Stundenschlag als auch den Einzelschlag zu jeder halben Stunde.
Die Melodielinie der drei Glocken bildet kein klassisches Läutemotiv. Die Intervalle sind sehr weit gespannt, so dass klangliche Lücken im Zusammenklang der Glocken entstehen. Die Einbindung der kleinen Glocke (aus der Turmlaterne) hat hierbei zu keiner Verbesserung der Glockenmusik geführt. Über den Hinzuguss einer des‘‘-Glocke entstünde ein klangvoller Quartsextakkord.
Kath. Filialkirche St. Michael in Vogtsburg-Niederrotweil Vogtsburg i. K.-Niederrotweil
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | kg | Ø in mm | Nominal |
| 1 | Josef Muchenberger, Blasiwald | 1838 | Bronze | ca. 320 | 800 | b’±0 |
| 2 | P. u. N. Rosier (II) und P. Seurot, Levécourt | 1714 | Bronze | ca. 85 | 515 | ges’’+6 |
| 3 | unbekannt |
| Bronze |
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| es'"+8 |
Audio
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Plenum (nach der Sanierung, mit Ergänzung der Glocke 3)
Plenum (vor der Sanierung, ohne Glocke 3)
Dokumente
Standort
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